Fachartikel zur Wasserbau- und Ökosystemtechnik

Dokumentierte Projekte und Analysen zu Retention, Renaturierung und WHG-Konformität.

Elbe River Basin Retention Basin Design
März 2025

Elbe River Basin Retention Basin Design

Dieses Projekt dokumentiert die ingenieurtechnische Planung eines multifunktionalen Rückhaltebeckens entlang der mittleren Elbe. Das System kombiniert kontrollierte Hochwasserspeicherung mit Grundwasseranreicherung und Feuchtgebietsrestaurierung. Hydraulische Modellierung stellte die Einhaltung des WHG §78 sicher, während die ökologische Durchgängigkeit erhalten blieb. Der Entwurf umfasst Fischaufstiegsanlagen und Sedimentmanagementprotokolle.

Zum Artikel
WHG Compliance for Urban Water Retention Facilities
Januar 2025

WHG Compliance for Urban Water Retention Facilities

Urbane Regenwasserrückhaltung erfordert die strikte Einhaltung des Wasserhaushaltsgesetzes, insbesondere der §§ 78–80 zu Hochwasserschutz und Wasserqualität. Diese Fallstudie untersucht eine Anlage in Leipzig, die Regenwasserbewirtschaftung mit öffentlicher Grünfläche integriert. Der Artikel behandelt Genehmigungsverfahren, Überwachungsauflagen und adaptive Managementstrategien zur Erfüllung rechtlicher und ökologischer Ziele.

Zum Artikel
Riverbed Renaturalization After Dam Removal
November 2024

Riverbed Renaturalization After Dam Removal

Der Rückbau eines Wehres an einem Nebenfluss der Lahn erforderte eine sorgfältige Planung der Sedimentfreisetzung und der Gerinneentwicklung. Dieser Artikel präsentiert Vorher-Nachher-Erhebungen, einschließlich Geschiebetransportmessungen und Makrozoobenthos-Besiedlung. Die Ergebnisse zeigen eine schnelle morphologische Anpassung und eine verbesserte Lebensraumvielfalt innerhalb von zwei Jahren.

Zum Artikel

Häufige Fragen zur Wasserbauplanung

Antworten zu technischen und rechtlichen Aspekten der Flussgebietsentwicklung und des WHG-konformen Wasserbaus.

Welche WHG-Paragrafen betreffen Rückhaltebecken?

Die §§ 78–80 des Wasserhaushaltsgesetzes regeln den Hochwasserschutz und die Wasserqualität. Bei der Planung von Rückhaltebecken sind insbesondere die Anforderungen an die Gewässerunterhaltung und die ökologische Durchgängigkeit zu beachten. Unser Team integriert diese Vorgaben bereits in der hydraulischen Modellierung.

Wie wird die ökologische Durchgängigkeit sichergestellt?

Durch den Bau von Fischaufstiegsanlagen und die Gestaltung von Sohlgleiten wird die Vernetzung der Lebensräume gewährleistet. Die Bemessung erfolgt nach den Vorgaben des WHG und der DWA-M 509. Wir dokumentieren die Funktionsfähigkeit durch regelmäßige Monitoring-Programme.

Welche Genehmigungen sind für Renaturierungen nötig?

Für Maßnahmen an Gewässern ist eine wasserrechtliche Genehmigung nach § 68 WHG erforderlich. Bei Eingriffen in den Grundwasserhaushalt kommt § 49 WHG hinzu. Wir begleiten das gesamte Verfahren von der Antragstellung bis zur behördlichen Abnahme.

Wie wird der Sedimenthaushalt gesteuert?

Bei Rückhaltebecken und nach Dammentfernungen wird der Sedimenttransport durch gezielte Spülungen und Bypass-Systeme gelenkt. Die Planung basiert auf numerischen Simulationen und orientiert sich an den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie zur Vermeidung von Kolmation.

Welche Rolle spielt die Grundwasserneubildung?

Retentionsflächen werden so dimensioniert, dass sie neben dem Hochwasserschutz auch die Grundwasserneubildung fördern. Die Versickerungsleistung wird über Dauerstau- und Wechselstauzonen gesteuert. Die WHG-konforme Bemessung erfolgt auf Basis von Boden- und Grundwasserstandsuntersuchungen.

Wie wird die Bauausführung überwacht?

Während der Bauphase setzen wir auf eine kontinuierliche Qualitätskontrolle nach den Vorgaben der ZTV-W. Dazu gehören Dichtheitsprüfungen, Materialnachweise und die Dokumentation der Einbauverfahren. Die Abnahme erfolgt durch die zuständige Wasserbehörde.

Haben Sie weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns direkt unter info@buffalorestore.com oder telefonisch unter +49 621 865 9902.

Erläuterungen zum WHG-Nachweis

Definitionen und Bedingungen, die Auslegungsspielräume bei der wasserrechtlichen Genehmigung von Rückhalteanlagen und Flussbauwerken vermeiden.

§ 78 WHG

Was gilt als Überschwemmungsgebiet?

Als Überschwemmungsgebiet im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes wird die Fläche definiert, die bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis (HQ100) überflutet wird. Die Abgrenzung erfolgt auf Grundlage der jeweils gültigen Hochwassergefahrenkarte der zuständigen Wasserbehörde. Abweichungen durch geplante Retentionseinrichtungen sind nur nach Einzelfallprüfung und mit Zustimmung der Fachbehörde zulässig.

§ 80 WHG

Welche Anforderungen gelten für die Bauweise von Rückhaltebecken?

Rückhaltebecken müssen so bemessen und konstruiert sein, dass sie bei einem Bemessungshochwasser (BHQ) schadlos überströmt werden können. Die Dammkrone ist mindestens 0,50 m über dem höchsten Stauziel zu führen. Die Durchlässigkeit des Dammkörpers darf 1 × 10⁻⁶ m/s nicht überschreiten. Ein hydraulisches Nachweisverfahren gemäß DIN 19700 ist zwingend erforderlich.

§ 5 WHG

Wie wird die ökologische Durchgängigkeit sichergestellt?

Die ökologische Durchgängigkeit gilt als hergestellt, wenn Fisch- und Makrozoobenthosarten die Anlage in beide Richtungen passieren können. Der Nachweis erfolgt durch eine Funktionskontrolle nach Fertigstellung und eine jährliche Wiederholungsmessung. Bei Abweichungen von mehr als 20 % der Soll-Durchgängigkeit sind Nachbesserungen innerhalb von sechs Monaten durchzuführen.

§ 36 WHG

Welche Unterlagen sind für die Planfeststellung einzureichen?

Der Antrag auf Planfeststellung muss mindestens enthalten: eine technische Beschreibung der Anlage, einen Lageplan im Maßstab 1:2.500, einen Höhenplan der Dammkrone, einen hydraulischen Berechnungsbericht, ein Gutachten zur Gewässerökologie sowie eine Eingriffs-Ausgleichs-Bilanz. Fehlende Unterlagen führen zur Aussetzung der Frist nach § 73 Abs. 3 VwVfG.

§ 62 WHG

Welche Auflagen gelten für die Unterhaltung von Retentionsflächen?

Der Betreiber ist verpflichtet, die Retentionsfläche mindestens zweimal jährlich zu kontrollieren und die Ergebnisse in einem Betriebstagebuch zu dokumentieren. Die Kontrolle umfasst die Überprüfung der Dammdichtheit, der Funktionsfähigkeit der Ein- und Auslaufbauwerke sowie die Beseitigung von Gehölzaufwuchs auf der Dammkrone. Bei Feststellung von Mängeln ist die zuständige Wasserbehörde unverzüglich zu informieren.

§ 67 WHG

Wie wird die Wasserqualität im Retentionsraum überwacht?

Die Wasserqualität wird durch monatliche Probenahmen an drei festgelegten Messstellen überwacht. Parameter sind unter anderem pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Temperatur, Leitfähigkeit, CSB, BSB₅, Gesamtstickstoff und Gesamtphosphor. Überschreitet einer der Parameter den Grenzwert der Oberflächengewässerverordnung (OGewV) um mehr als 30 %, ist eine Sondermessung innerhalb von 14 Tagen durchzuführen.

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, damit die Website zuverlaessig funktioniert, grundlegende Auswahl merkt und nuetzliche Seiten erkannt werden. Sie koennen akzeptieren, ablehnen oder die Einstellungen pruefen.